Save the Sea
 
 

"Mit meinem kleinen Tauchgerät am Eingang dieser Grotte sitzend und durch meine Tauchmaske die Fische betrachtend, die mich ebenfalls betrachteten, hatte ich plötzlich den Eindruck, daß diese Augen in Wahrheit Augen des Meeres selbst seien, Augen eines großen, gutmütigen Riesen, der sich wohl nach aussen ein wenig ärgerlich zeigt, wenn die Winde ihn ärgern, in seinem weiten Raum aber ebenso still und ausgeglichen daliegt wie das Gemüt eines durch alle Lebensstürmen abgekärten Greises.

Ich sah plötzlich die Gesamtheit aller Meere als ein einziges, ungeheures, schwingendes Individuum, das, gleichsam auf dem Bauch liegend, die Erde umschlungen hält, seine vielen Arme, Fühler und Finger ringsum nach den Kontinenten ausstreckt und sie mit der gleichmäßigen Bewegung seiner Gezeiten streichelt.

Hier, unten im Meer, hat sich einst der geheimnisvolle Funke entzündet, der auf unserem erkalteten Planeten eine so wunderbare Entwicklung auslöste. Hier entstand - als größtes Geheimnis aller Geheimnisse - das erste Leben. Hier bildeten sich die ersten reagierenden empfindlichen Kreaturen - sich dann immer weiter vervollkommnend, immer höher auf der Stufenleiter des Organischen emporklimmend, auch das trockene Land besiedelnd - und schliesslich im Menschen, in seinem Geist, sich selbst erkennend und betrachtend."

Hans Hass
(Aus der Pionierzeit des Tauchens, 1996)


Doch sollten sich alle, welche die Meere heutzutage erkunden, bewusst sein, dass diesem friedvollen Wesen, welches Hans Hass beschreibt, bei weitem nicht mit dem Respekt und der Achtung begegnet wird, die ihm gebührt.
Nicht nur die Verschmutzung und Überfischung, sondern auch der gnadenlos auf Profit ausgerichtete Massentourismus setzt dem Meer vielerorten gewaltig zu.

Wir als Taucher halten uns strikt an die Benimmregeln unter Wasser, und achten Flora und Fauna der Unterwasserwelt. Genauso möchten wir aber auch auf die Missstände aufmerksam machen, und dazu MÜSSEN wir leider Bilder zeigen, die keiner gerne sehen will, aber in den Weltmeeren leider zum Alltag gehören.

Gnadenlose Überfischung mit allen Mitteln, wie letztendlich auch Dynamit und Cyanidfischerei, zerstören dauerhaft in Jahrtausenden gewachsene und bevölkerte Riffe, letztendlich auf der Jagd nach teuren Exportdelikatessen.

In diesem Rahmen möchten wir Ihnen die Websites einiger Organisationen näherbringen, welche sich zum Ziel stellen aufzuklären zu informieren und wenn notwendig selbst einzuschreiten. Sehen Sie sich diese Sites an, und bilden sie sich Ihre eigene Meinung. Wir als Taucher kennen diese Welten und erfreuen uns an Ihnen, wir müssen sie auch schützen, denn keiner kennt sie so gut wie wir.

Einkaufsführer Fisch in aktualisierte Neuauflage 2003/2004


Fisch ist als wohlschmeckendes und gesundes Lebensmittel bei Verbraucherinnen und Verbrauchern äußerst beliebt – bei steigender Nachfrage. Seit Jahren werden allerdings die wichtigsten Fischbestände ausgebeutet. Weltweit gelten fast 70 Prozent als überfischt.

Die übermäßige Fischerei hat auch Besorgnis erregende Auswirkungen auf die Meeresumwelt und ihre Bewohner, wie Wale, Robben und Seevögel. Es ist in der Zukunft unumgänglich, dass Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und Schutz der marinen Ökosysteme uneingeschränkt zum
vorrangigen Ziel der Fischereipolitik werden.

Sie als Verbraucherin und Verbraucher können durch gezieltes Kaufverhalten auf die Fischerei ebenfalls einen positiven Einfluss ausüben: Wählen Sie beim Einkauf Fische aus nachhaltiger Fischerei. Deren Bestände werden nicht überfischt, die Umwelt und andere Meeresbewohner geschont.

Wie sie solche Fische erkennen, sagt Ihnen der Einkaufsführer Fisch. Hierin finden Sie Informationen für Ihre Kaufentscheidung bei Fisch und Meeresfrüchten – damit Sie auch in den
nächsten Jahren mit gutem Gewissen den Geschmack der Meere genießen können.

zum Einkaufsführer

Links

www.seashepherd.org - Seashepherd
www.shark.ch - Die Hai-Stiftung

Cyanidfischer - mit dieser Methode werden Fische erlegt, welche mit Netzen und Angeln nur schwer zu fassen sind!
Ein Hammerhai hat sich in einem Schleppnetz verfangen. Dieser Fang ist für die Fischindustrie jedoch uninteressant.
Einem Hai wurde das Netz ebenfalls zum Verhängnis. Wenn überhaupt werden nur die Flossen verwertet.
Ein toter Engelhai